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Kultur, Kapital, Konsum, Kritik

Verfolgte Christen

Menschenrechtsorganisation CSI

befreit 100.000 Sklaven in Sudan

München (zeta) - In Sudan werden in heutiger Zeit noch schätzungsweise 20.000 Sklaven gehalten. Weitere Nachricht: Mehr als 100.000 versklavte Südsudanesen sind von der überkonfessionellen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International CSI nach deren Angabe seit 1995 befreit worden.

CSI-Geschäftsführer Pfarrer Peter Fuchs in München: "Christian Solidarity International erfuhr 1995 von Sklavenjagden, die sich im

Sudan abspielten und wir entdeckten Möglichkeiten zum Freikauf dieser geschundenen Menschen." CSI: Die Befreiten waren innerhalb eines Dschihads "von arabisch-muslimischen Milizen in den Norden des damaligen Sudan verschleppt" worden.

Nach 2002 seien keine Sklavenjagden mehr dokumentiert, heißt es in einer CSI-Publikation. Doch gehe man in vorsichtigen Schätzungen davon aus, dass es in Sudan in heutiger Zeit noch etwa 20.000 Sklaven gibt.

Die Sklaven vom Stamm der Dinka, meist Christen, würden von ihren "Besitzern" bis heute zu harter Arbeit gezwungen, so Pfarrer Fuchs. Sie würden rassistisch beleidigt, misshandelt, missbraucht und zwangsislamisiert.

Fortsetzung der Befreiung durch CSI: 2018 seien rund 2000 Sklaven aus dem Sudan in die Freiheit im Südsudan geführt worden. Dort erhalte jeder Befreite Nahrungsmittel, "als Lebensversicherung" eine lebende Mutterziege und die wichtigsten Utensilien für den Neuanfang.

Die Befreiten würden von Dorfgemeinschaften aufgenommen. Zwangsislamisierte würden sich mit Begeisterung wieder dem Christentum zuwenden.

Für den Freikauf eines Sklaven benötigt CSI rund 50 Euro, den gleichen Betrag für die Mutterziege. Die Utensilien für den Neustart einer befreiten Person kosten um die 40 Euro. Das Spendenkonto von CSI bei der Bank für Sozialwirtschaft, München, hat die IBAN DE45 7002 0500 0008 8395 05. (29/10/2019).


Verfolgte Pakistanerin Asia Bibi:

Zuflucht in Kanada


Kommentar

auf dieser Seite -

FRANKFURT AM MAIN (sh) - Die im muslimischen Pakistan verfolgte Christin Asia Bibi ist nach Information des Nachrichtenmagazins idea-Spektrum im Mai nach Kanada geflüchtet. Auch Deutschland hatte ihr Asyl angeboten. 

Die Katholikin Asia Bibi war 2010 wegen Blasphemie (Gotteslästerung) zum Tode verurteilt worden. Im Oktober 2018 hob der Oberste Gerichtshof dieses Urteil auf. Nach Morddrohungen musste Asia weiter an einem sicheren Ort in Pakistan bleiben, da Revision gegen die Freilassung eingelegt worden war.


Die grünpopulistische Süddeutsche Zeitung meldete nach dem Freispruch, dem monatelang keine wirkliche Freilassung folgte, Asia Bibi habe in Italien um Asyl gebeten.

Der Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker, Ulrich Delius, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur idea, der skandalöse Deal im November 2018 mache Pakistans Rechtssystem zur Beute des islamistischen Mobs. Auf Druck der muslimischen Partei TLP war der Revisionsantrag gegen den Freispruch zugelassen worden - der oberste Gerichtshof sollte über das Ausreiseverbot für Bibi verhandeln.

Der Mut der drei muslimischen Richter, die Bibi freigesprochen haben, hat den Missionsleiter der Hilfsaktion Märtyrerkirche, Manfred Müller, laut idea überrascht. Sie müssten wegen ihrer Gradlinigkeit nun fürchten, bei Racheakten ermordet zu werden.

Im Mai 2019 informierte idea: die pakistanische Menschenrechtsanwältin Annega Maria Anthony habe geäußert, dass der Hass auf Christen bei Muslimen in Pakistan seit Jahren zunehme.

Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (Frankfurt am Main) sitzen in Pakistan weiter mehr als 1000 Menschen unter Androhung der Todesstrafe wegen angeblicher Gotteslästerung in Gefängnissen ein. Davon rund 200 Christen.   

Der Deutsche Bonifatiusorden hatte sich Anfang 2018 in einem persönlichen Schreiben an den Vorsitzenden Richter des Scharia-Gerichts, Sheikh Najam ul Hasan, für Asia Bibis Freiheit eingesetzt. (11/11/2018, geändert 19/1/19)


HINTERGRUND

Asyl-Antrag nur in Deutschland selbst

BERLIN (sh) - Es war erfreulich, dass das Auswärtige Amt im Laufe des Jahres 2018 entschieden hat, Asia Bibi im Falle einer Flucht nach Deutschland aufzunehmen. Anfang 2018 klang das noch zurückhaltender.

In einem Schreiben an den Deutschen Bonifatiusorden hieß es aus dem Auswärtigen Amt: "Vielen Dank für Ihre an Bundesminister Gabriel gerichtete Anfrage vom 3. Januar 2018, mit welcher Sie um Asylgewährung für Asia Bibi in Deutschland bitten.

Nach den Regelungen des deutschen Asylgesetzes kann Asyl nur von Personen beantragt werden, die sich bereits in Deutschland aufhalten, da im deutschen Grundgesetz das Prinzip des sogenannten 'territorialen Asyls' festgelegt ist," so das Außenministerium. 13/11/18, geändert 25/5/2019


 KOMMENTAR

Deutschland hätte Asia Bibi enttäuscht 

Die in Pakistan frei gekommene Asia Bibi ist nach Kanada geflüchtet. Auch in deutschen Regierungskreisen war erwogen worden, ihr Asyl zu gewähren. Bibis Freude hierzulande hätte nicht lange gedauert: schon bald hätten ihr muslimische Schergen auch in Deutschland nach dem Leben getrachtet.

Sie hätte sich unter Polizeischutz verstecken müssen - wie Sabatina James aus Pakistan oder Hamed Abdel-Samad aus Ägypten.

Wie viele Christen werden in deutschen Asyl-Einrichtungen verfolgt!

Die Zahl verfolgter Christen geht weltweit in die Millionen. Man sollte besser sie nach Deutschland holen statt Scharfmacher, Helfershelfer und Mitläufer von Verfolger-Ideologien.

Christen haben klare Vorteile. Ihr Gott, der Schöpfer dieser Erde, ist unvergleichlich und unvergleichlich gut. Seine Theologie ist in Aspekten, wo ihre Autoren früherer Epochen falsch lagen, durch den kritischen Filter der Vernunft gegangen.

Der kritische Filter der Vernunft, das ist ein Begriff der Aufklärung, die im 18. Jahrhundert begann.

Solche Reflexion und Korrektur hat sonst - außer den Juden - niemand zu bieten. Niemand.

Sabin H ö r e r, 25/5/19



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